Nachhaltig Entgiften | 10 Wege um den Körper zu entgiften

Nachhaltig Entgiften | 10 Wege um den Körper zu entgiften - Zell Harmonie®
Letzte Aktualisierung: 23.10.2026
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Marvin Schmitt
Ernährungsberater und Zellexperte
Fachlich geprüft von Robin Schmitt (MSc) am 18.07.2025
Lesezeit: 14 Min ~2919 Wörter Quellen: 63

Entgiftung oder Entschlackung sind stark im Trend. Aber was genau bedeutet das eigentlich?

Allgemein werden bei einer Entgiftung bestimmte Diäten oder Produkte empfohlen, die den Körper entgiften sollen. Jedoch ist oft nicht klar, was genau entgiftet wird und auf welche Art und Weise der Prozess funktioniert.

In diesem Artikel findest du die Antwort auf folgende Fragen: Was genau ist Entgiften? Welche Mythen gibt es beim Entgiften? Für wen ist Entgiften besonders wichtig? Und 10 Hausmittel, um den Körper nachhaltig zu entgiften.

1. Warum den Körper entgiften?

Mann, der schaut, als würde er es nicht verstehen, mit der Überschrift: Warum entgiften?

Verschiedene Belastungsfaktoren wie Schadstoffe in Nahrungsmitteln, die tägliche Umweltbelastung oder chronischer Stress können das körpereigene Entgiftungssystem stark beanspruchen 1.

Bei starker Belastung schafft es der Körper nicht, alle aufgenommenen Giftstoffe auszuleiten. Er ist überlastet. Jetzt ist er anfälliger für Erkrankungen und versucht vergeblich, die überschüssigen Gifte zu verarbeiten. Fettlösliche, langlebige Schadstoffe wie PCB oder Dioxine können sich zudem im Fettgewebe anreichern 2.

Entgiften heißt, den Körper bei der Entgiftungsarbeit zu unterstützen und die eingelagerten Giftstoffe auszuleiten. Die Frage ist, mit welchen Stoffen bin ich überhaupt vergiftet? Mögliche Giftquellen in deiner Umgebung 1:

  • Pestizide in der Nahrung
  • Schadstoffbelastung des Trinkwassers
  • Chemikalien aus Kleidung, Reinigungsmitteln und Tattoos
  • Quecksilber aus alten Amalgamfüllungen
  • Belastung der Luft durch Abgase
  • Chemikalien aus Kosmetika, Körperpflegeprodukten und Medikamenten
  • Aufnahme von Mikroplastik

Besonders gefährlich sind Schwermetalle wie Blei, Cadmium oder Quecksilber, denn sie können von den Reinigungsorganen nicht abgebaut werden. Ein Teil wird ausgeschieden; ein anderer kann sich je nach Metall unter anderem in Knochen, Leber oder Nieren anreichern 3. Jedoch sind Schwermetalle heutzutage aus fast allen kommerziellen Produkten entfernt oder stark limitiert 4.

Durch Schadstoffe in der Umwelt und körpereigene Prozesse wird das Entgiftungssystem des Körpers belastet.

2. Wie entgiftet der Körper?

Frau, die fragend schaut, mit der Überschrift: Wie entgiften?

Heutzutage werben viele Unternehmen mit dem "besten Detoxpulver" oder der besten Kur.

Dabei ist oft nicht deutlich, welche Stoffe aus dem Körper ausgeleitet werden und wie der Prozess funktioniert. Fakt ist, dass viele Entgiftungskuren oder Diäten in Studien ihren nachgesagten Eigenschaften nicht standhalten 5, 6.

Im Gegensatz dazu entgiften Niere, Leber, Darm und Haut den Körper auf natürliche und nachhaltige Weise.

  • Die Nieren werden täglich von rund 1.800 Litern Blut durchströmt, filtern daraus etwa 180 Liter Primärharn und sorgen dafür, dass über den Urin Gift- und Abfallstoffe aus dem Körper ausgeschieden werden 7.
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  • Die Leber baut Fremdstoffe und Giftstoffe ab 8.
  • Die Haut kann Stoffwechsel-Endprodukte sowie Schwermetalle ausscheiden 9.
  • Der Darm verarbeitet Nahrung, fängt Krankheitserreger und Bakterien ab und versorgt uns mit wichtigen Nährstoffen 10.

Deshalb sollte eine Entgiftung darauf abzielen, das körpereigene Entgiftungssystem zu unterstützen. Problematisch wird es, wenn die Kapazitätsgrenze dieser Organe erreicht ist.

Die Auswirkungen spüren wir direkt: Müdigkeit, Energielosigkeit und höhere Anfälligkeit für Krankheiten 11, 5, 12.

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Der beste Weg zur Entgiftung besteht darin, unsere Entgiftungsorgane – Niere, Leber, Darm und Haut – zu unterstützen.

3. Für wen ist Entgiften wichtig?

Frau, die Kopfschmerzen hat, mit der Überschrift: Wer sollte entgiften?

Wenn das Entgiftungssystem an seine Grenzen kommt, sendet der Körper Signale in Form von äußerlichen Symptomen.

Folgende sind die häufigsten Symptome, die bei einer hohen Giftbelastung auftreten können:

  • Müdigkeit: Du bekommst mehr als genug Schlaf, fühlst dich aber trotzdem ständig müde? Einer der wichtigsten Hinweise darauf, dass der Körper Überstunden macht, ist anhaltende Müdigkeit 11.
  • Schwierigkeiten beim Abnehmen: Oft heißt es, ein überlastetes Entgiftungssystem speichere Giftstoffe im Körperfett und verhindere so das Abnehmen. So belegt ist das nicht: Eine Übersichtsarbeit fand keine überzeugenden klinischen Belege dafür, dass Detox-Diäten Giftstoffe ausleiten oder langfristig beim Abnehmen helfen 5.
  • Hautprobleme: Leber und Nieren transportieren die meisten Giftstoffe aus dem Körper. Wenn diese überlastet sind, unterstützt die Haut ebenso bei der Entgiftung. Dass Akne, Hautausschläge oder Ekzeme durch eine verstärkte Entgiftung über die Haut entstehen, ist allerdings nicht belegt; meist haben sie andere Ursachen 12.

Ebenso kann Entgiftungsschwäche bei Menschen mit folgenden Merkmalen vorhanden sein:

  • Bei genetisch bedingter, schwacher Entgiftungsfähigkeit
  • Bei Menschen, die hohen Giftmengen ausgesetzt sind
  • Durch jahrelange ungesunde Ernährung
  • Bei chronischen Krankheiten

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Der Körper kommuniziert eine Überlastung der Entgiftungsorgane, indem verschiedene Krankheitssymptome zum Vorschein kommen.

4. 10 Wege um den Körper zu entgiften

Um den Körper zu entgiften, ist es wichtig, als Erstes die Giftstoffquellen aus deiner Umgebung zu erkennen und zu eliminieren.

Durch eine verringerte Giftstoffaufnahme sinkt die Belastung der Entgiftungsorgane.

4.1. Weniger Alkohol

Flasche gefüllt mit Rum, darauf ein gelber Zettel mit den Worten: Trink weniger.

Zunächst geht es darum, die Giftstoffbelastung zu senken. Alkohol ist dabei ein ausschlaggebender Punkt, denn 90% des Alkohols werden von der Leber verarbeitet 13.

Aber nicht nur der Alkohol wird über die Leber abgebaut. Während des Abbaus in der Leber entstehen krebserregende Zwischenprodukte, die ebenso von der Leber entgiftet werden. Dadurch ist die Leber gleich doppelt belastet 14.

Hoher und regelmäßiger Alkoholkonsum schädigt die Leber schwer. Fettablagerungen, Entzündungen und Narbenbildungen können entstehen. Somit ist die Leber stark eingeschränkt und kann ihre Aufgaben nicht erfüllen 15.

Starker Alkoholkonsum wirkt sich ebenso auf das Herz-Kreislauf-System, den Magen-Darm-Trakt und das Immunsystem aus. Dadurch entsteht ein erhöhtes Risiko für Herzkrankheiten, Schlaganfälle, Krebserkrankungen oder Leberzirrhosen 16, 17. Ältere Studien beschrieben bei geringem Alkoholkonsum auch positive Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System und das Immunsystem; neuere Auswertungen stellen diese Effekte jedoch infrage 18, 19.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betont jedoch: Für den Konsum von Alkohol gibt es keine gesundheitlich unbedenkliche Menge. Schon geringe Mengen können das Risiko für mehrere Krebsarten erhöhen 20.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt seit 2024, möglichst ganz auf Alkohol zu verzichten. Wenn du derzeit keinen Alkohol trinkst, solltest du aus gesundheitlichen Gründen auch nicht damit anfangen 21.

Hoher Alkoholkonsum schränkt die Leberfunktionen stark ein. Limitiere deinen Alkoholkonsum, damit die Leber ihrer Entgiftungsfunktion nachgehen kann.

4.2. Natürliche Lebensmittel

Ein Bild voller frischem Gemüse und Obst.

Eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist essenziell, um die Giftstoffbelastung auf deinen Körper zu senken.

37 von 43 Studien haben negative Auswirkungen von stark verarbeiteten Lebensmitteln beobachtet. Krankheiten wie Übergewicht, Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, (...) sind damit in Verbindung zu bringen 22, 23, 24.

Diese Erkrankungen hindern die natürliche Entgiftung des Körpers, denn sie schaden Leber und Niere.

Wenn du also weniger verarbeitete Lebensmittel zu dir nimmst, wird dein Entgiftungssystem aktiver und gesünder. Zwei einfache Möglichkeiten, um deine Essgewohnheiten zu ändern:

  1. Kaufe Lebensmittel, die maximal 5 Inhaltsstoffe enthalten.
  2. Lass die ungesunden Lebensmittel im Supermarkt, somit ist die Verführung zu Hause viel geringer.
Verarbeitete Lebensmittel sind verbunden mit akuten und chronischen Krankheiten. Diese Krankheiten belasten die Entgiftungsorgane und erschweren die Ausleitung von Schadstoffen.

4.3. Natürliche Körperpflege

Natürliche Kosmetika sowie Seifen und Handtücher.

Nicht nur in der Nahrung können Zusatzstoffe oder Chemikalien sein. In Kosmetika, Zahncreme, Hausreinigern, (...) können ebenso Chemikalien enthalten sein.

Bei der Benutzung gelangen diese über die Haut in den Körper und belasten das Entgiftungssystem. Glücklicherweise gibt es viele natürliche Alternativen in diesem Bereich. Vertraue jedoch nicht ausschließlich auf Verpackungen mit der Aufschrift „aus natürlichen Pflanzenextrakten".

Überprüfe das Etikett oder recherchiere in Foren, welche Alternativprodukte wirklich naturbelassen sind. Beginne am besten mit den Produkten bei dir zu Hause. Kontrolliere, ob dort schädliche Chemikalien oder Schwermetalle enthalten sind.

Da die Nachfrage an naturbelassenen Produkten in den letzten Jahren sehr gestiegen ist, gibt es mittlerweile eine große Auswahl 25, 26.

Schädliche Chemikalien oder Schwermetalle können über die Haut aufgenommen werden. Kontrolliere deine Kosmetika, Zahncreme und Hausreiniger auf Chemikalien. Dein Körper wird es dir danken.

5. Vermeidung der Giftaufnahme und Zellschutz

Wenn sich Giftstoffe gar nicht erst im Körper ablagern und die Zellen durch die Giftstoffe weniger geschädigt sind, profitiert das gesamte Entgiftungssystem. Mehr dazu, wie du deine Zellen schützen kannst, findest du hier.

5.1. Trinke ausreichend Wasser

Sportler, der Wasser trinkt.

Wasser entgiftet den Körper, indem es Abfallstoffe über den Urin abtransportiert. Ebenso reguliert es die Körpertemperatur, fördert die Verdauung und die Nährstoffaufnahme 27.

Während Zellreparaturen im Körper stattfinden, entstehen verschiedene Abfallstoffe als Nebenprodukt. Wenn diese Nebenprodukte (Harnstoff und Kohlendioxid) nicht abtransportiert werden und sich im Blut ansammeln, ist das schädlich für den Körper.

Im Normalfall spült das Wasser – diese und andere Abfallstoffe – mit dem Urin, Atem oder Schweiß aus dem Körper heraus. Deshalb ist es wichtig, ausreichend zu trinken 28.

Ebenso wichtig ist die Qualität des Wassers. Leitungswasser wird in Deutschland nach der Trinkwasserverordnung streng überwacht. Bei alten Hausleitungen, etwa aus Blei, ist eine Laboranalyse sinnvoll. Du kannst mit einem Teststreifen nur einzelne Werte wie Wasserhärte oder Nitrat grob prüfen, Keime aber nicht 29.

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist demnach wichtig für die Entgiftung. Die tägliche empfohlene Gesamtwasserzufuhr aus Getränken und Lebensmitteln beträgt laut EFSA 2,5 Liter für Männer und 2,0 Liter für Frauen; die DGE rät zu rund 1,5 Litern Getränken.

Wasser transportiert Abfallstoffe aus dem Körper. Achte auf eine ausreichende Qualität und Menge an Wasser.

5.2. Probiotika

Eine Frau hat ein T-shirt wo der Darm abgebildet ist. Daneben werden die guten und schlechten Darmbakterien aufgelistet.

Eine gute Darmgesundheit beginnt mit Präbiotika. Präbiotika sind Ballaststoffe, die die guten Bakterien im Darm ernähren.

Lebende Mikroorganismen, die bei Zufuhr in ausreichender Menge einen gesundheitlichen Nutzen haben, heißen Probiotika. Eine gesunde Darmflora ist vor allem vielfältig. Ein festes Verhältnis von nützlichen zu krankmachenden Bakterien ist wissenschaftlich nicht definiert 30.

Darmbakterien beeinflussen die Aktivierung von Immunreaktionen im gesamten Körper 31.

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Die Einnahme von Antibiotika, schlechter Zahnhygiene und ungesunder Ernährung kann das Gleichgewicht der Darmflora stören. Folglich wird das Immun- und Entgiftungssystem geschwächt.

Das wiederum führt zu einem erhöhten Krankheitsrisiko. Die häufigsten Magen-Darm-Erkrankungen sind ein Reizdarm oder entzündliche Darmerkrankung 32, 33.

Ebenso wird eine unausgeglichene Darmflora mit Stoffwechselkrankheiten, Alzheimer und Stimmungsschwankungen in Verbindung gebracht 34, 35, 36.

Klar ist: Ein gesunder Darm ist essenziell für einen gesunden Körper. Nahrungsmittel, die reich an Präbiotika sind, stärken demnach nicht nur deinen Darm, sondern unterstützen das komplette Körpersystem.

Hier ist eine Liste ballaststoffreicher Nahrungsmittel. Präbiotika wie Inulin sind eine Teilgruppe der Ballaststoffe; Zwiebeln, Lauch, Knoblauch und Bananen gehören zu den Lebensmitteln, die einen hohen Gehalt an Präbiotika haben 37:

Leinsamen pro 100g 27,3 g Ballaststoffe
Haferkleie pro 100g 15,4 g Ballaststoffe
Kidneybohnen pro 100g 15,2 g Ballaststoffe
Mandeln pro 100g 12,5 g Ballaststoffe
Kichererbsen pro 100g 12,2 g Ballaststoffe
Linsen pro 100g 10,8 g Ballaststoffe
Pistazien pro 100g 10,6 g Ballaststoffe
Wirsingkohl pro 100g 3,1 g Ballaststoffe
Bananen pro 100g 2,6 g Ballaststoffe
Knoblauch pro 100g 2,1 g Ballaststoffe
Lauch pro 100g 1,8 g Ballaststoffe
(Frühlings)-Zwiebeln pro 100g 1,7–2,6 g Ballaststoffe 38.
Präbiotika sind Ballaststoffe. Nützliche Darmbakterien ernähren sich davon. Eine ausgeglichene Darmflora ist vielfältig. Eine unausgeglichene Darmflora wird mit einer Vielzahl von Krankheiten in Verbindung gebracht.

6. Unterstützung der körpereigenen Entgiftungsfähigkeit

Es gibt verschiedene Methoden, die Entgiftungsorgane auf natürliche Weise zu unterstützen.

6.1. Schlafen

Eine Frau, die schläft.

Für das natürliche Entgiftungssystem ist ausreichend und qualitativ hochwertiger Schlaf sehr wichtig.

Während des Schlafens ist der Körper in einer Art Regenerationsphase. In einer Mäusestudie wurden dabei bestimmte Stoffwechselprodukte, die sich im Wachzustand angesammelt hatten, schneller aus dem Gehirn entfernt 39.

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Bei Schlafmangel sammeln sich im Körper Giftstoffe an, da der Körper nicht genügend Regenerationszeit hat. Für eine gute Schlafhygiene gibt es verschiedene Maßnahmen:

  1. Ein gleichmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus
  2. Abends die Augen vor blauem Licht schützen (eine Blaulichtbrille hilft)
  3. Die Raumtemperatur im Schlafzimmer kühl halten (16° - 21°C)
  4. Das Zimmer weitgehend abdunkeln
Durch den Schlaf kann der Körper Giftstoffe binden und entfernen.

6.2. Essen mit vielen Antioxidantien

Viel Antioxidantien in einer Schale, die bei der Entgiftung des Körpers stark unterstützen können.

Antioxidantien schützen vor Zellschäden, die durch freie Radikale entstehen können 40.

Freie Radikale bilden sich durch körperlichen und psychischen Stress, ungesunde Ernährung, Zigarettenrauch, Alkohol oder Umweltgifte. Durch eine übermäßige Produktion von freien Radikalen entsteht oxidativer Stress im Körper 41, 42.

Oxidativer Stress kann Krankheiten wie Arteriosklerose, Alzheimer, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arthritis oder Krebs mitverursachen 43.

Eine antioxidantienreiche Ernährung kann oxidativem Stress im Körper entgegenwirken. Antioxidantien werden auch als Radikalfänger bezeichnet und sind der Ausgleich zu den freien Radikalen.

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Hohe Mengen an Antioxidantien sind in Beeren, Früchten, Nüssen, Kakao, Gemüse, Gewürzen und Getränken, wie Kaffee und grünem Tee, enthalten. Ebenso sind Adaptogene bekannt für ihre antioxidantische Wirkung. Beliebte Adaptogene sind Ashwagandha, Ginseng, Reishi, Chaga, Rhodiola, (...).

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Antioxidantien wirken im Körper als Radikalfänger. Sie sind die Gegenspieler der freien Radikale. Bei einem Ungleichgewicht entsteht oxidativer Stress, der für zahlreiche Krankheiten verantwortlich sein kann.

6.3. Stress

Mann, der am Arbeitsplatz sitzt und sehr gestresst aussieht.

Stress – vor allem chronischer – kann die Entgiftungsorgane in ihrer Arbeit stark hemmen.

Stress kann die Aktivität der natürlichen Killerzellen (NK) vermindern. Diese sind Teil der weißen Blutkörperchen und eliminieren bösartige Zellen und Viren. Wenn nun zu wenige NK im Körper vorhanden sind, können bösartige Zellen, genetische Instabilität oder Tumorausbreitung die Folge sein 44, 45, 46.

Auch ist der Zusammenhang zwischen Stress und Herz-Kreislauf-Erkrankungen nachgewiesen 47.

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Anfangs ist in der Regel die Herzfrequenz betroffen, die aus dem Rhythmus gerät. Bei länger anhaltendem Stress ist ein Anstieg des Blutdrucks, Entzündungen oder Gefäßveränderungen möglich 48, 49.

Diese Veränderungen sind ernst zu nehmen, denn sie können Herzrhythmusstörungen verursachen und das Herzinfarktrisiko erhöhen 50.

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Stress zu vermeiden, ist nicht immer leicht. Adaptogene sind für ihren natürlichen Stressausgleich bekannt und können dich bei psychischem und physischem Stress unterstützen.

Dennoch ist es wichtig, die Stressquellen ausfindig zu machen und diese zu umgehen oder zu beseitigen. Der heutige Stress ist oftmals Kopfsache.

Stress kann das Immunsystem und das Herz-Kreislauf-System schwächen und wirkt sich belastend auf die Entgiftungsorgane aus.

6.4. Bewegung

Eine junge Frau ist zu Hause und macht auf dem Teppich Ausdauersport.

Bewegung fördert die Funktionalität der Leber, der Niere und des Stoffwechsels.

Somit ist Bewegung ein wichtiger Faktor zur Entgiftung des Körpers. NAFLD (heute MASLD genannt) ist eine Fettlebererkrankung, die eng mit Übergewicht und Stoffwechselstörungen zusammenhängt. Wenn sie sich entzündet, kann es bis zu einer Lebererkrankung im Endstadium kommen. Offensichtlich ist, dass die Leber dann nicht mehr ihrer Arbeit nachgehen kann 51, 52, 53.

Sport kann zur Prävention ein entscheidender Faktor sein. Oftmals geht mit Sport ein Gewichtsverlust einher. Aber unabhängig vom Gewicht wurde auch eine Verbesserung des Leberstoffwechsels beobachtet 54, 55.

Ebenso kann körperliche Inaktivität zu der Entwicklung von chronischem Nierenversagen beitragen. Dadurch sind die Nieren nicht mehr in der Lage, Flüssigkeiten und Abfallstoffe aus dem Körper auszuleiten 56.

Bewegung führt auch zu einer Verringerung von Entzündungen im Körper. Auf diese Weise wird das körpereigene Entgiftungssystem vor Krankheiten geschützt 57.

Zu empfehlen ist regelmäßiges aerobes Training. Damit ist jede Art von Ausdauersport gemeint, wie z. B. Nordic Walking, Joggen, Radfahren oder Schwimmen.

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Regelmäßige Bewegung schützt präventiv vor Lebererkrankungen, Fettleibigkeit oder Nierenversagen.

6.5. Sauna

Ein Mann und eine Frau sitzen in der Sauna und genießen die Hitze.

Forscher sind sich nicht einig darüber, ob die Sauna wirklich das Entgiften unterstützt.

Dennoch sprechen einige Punkte für die entgiftenden Fähigkeiten. In einer Studie wurde die Eliminierung von toxischen Elementen über Blut, Urin und Schweiß gemessen. Schweiß transportiert dabei verschiedene Stoffe viel effizienter ab als der Urin 58.

  • Aluminium (das 3,75-fache)
  • Kadmium (das 25-fache)
  • Kobalt (das 7-fache)
  • Blei (das 17-fache)

Weiterhin wird BPA (ein Hormongift, das meist in Plastik oder Konserven enthalten ist) besser über den Schweiß als über den Urin abtransportiert 59.

Bei einem Saunagang (15 min bei 90°C) werden ungefähr 0,5 Liter Schweiß ausgeschieden. Somit kann der Körper durch den erhöhten Schweißausstoß Giftstoffe über die Haut ausleiten 60.

Davon abgesehen kann Saunieren noch weitere Vorteile für den Körper haben, z. B. auf das Herz-Kreislauf-System, chronische Schmerzen oder Alzheimer 61, 62, 63.

Menschen mit bestimmten Merkmalen sollten jedoch die Sauna meiden, dazu gehören Menschen:

  • mit Atemwegserkrankungen
  • mit Herzkrankheiten
  • in der Schwangerschaft
  • mit sehr hohem oder niedrigem Blutdruck
  • unter dem Einfluss von bewusstseinsverändernden Medikamenten
Über den Schweiß werden verschiedene Giftstoffe aus dem Körper ausgeleitet. Darüber hinaus kann Saunieren weitere positive Auswirkungen auf den Körper haben.

7. Nebenwirkungen & Risiken

Frau, die skeptisch Tabletten anschaut, mit der Überschrift: Risiken & Nebenwirkungen

Bei Entgiftungskuren oder Diäten können Nebenwirkungen auftreten. Das liegt meist an starker Kalorienbeschränkung, Abführmitteln oder einseitiger Ernährung – nicht, wie oft behauptet, an einer schlagartigen Freisetzung zu vieler Giftstoffe.

Solche Kuren können Symptome wie Dehydrierung, Magenprobleme oder Kopfschmerzen auslösen. Bei den 10 vorgestellten Möglichkeiten, den Körper zu reinigen, sind im Normalfall keine Nebenwirkungen vorhanden.

Art der Entgiftung Nebenwirkungen
Weniger Alkohol Mögliche Entzugserscheinungen
Weniger verarbeitete Lebensmittel Keine
Naturprodukte für die Körperpflege Keine
Ausreichend Wasser Keine
Einnahme von Präbiotika durch ausgewogene Ernährung Keine
Erholsamer Schlaf Keine
Reduzierung von Stress Keine
Regelmäßige Bewegung Keine
Regelmäßiges Saunieren Keine, jedoch sollten Menschen mit bestimmten Merkmalen das Saunieren vermeiden

Natürlich können auch vereinzelt Nebenwirkungen bei Allergien oder Unverträglichkeiten entstehen. Sollten Nebenwirkungen auftreten, zögere nicht, deinen Arzt zu konsultieren.

8. Fazit

  • Entgiftung ist die Ausleitung toxischer Substanzen aus dem Körper.
  • Die primären Organe für die Entgiftung sind Leber, Haut, Niere und Darm.

Zell Harmonie
Vitamine, Mineralstoffe sowie Pflanzen- und Pilzextrakte in einem Pulver.
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  • Durch verschiedene Belastungsfaktoren, wie Schadstoffe in Nahrungsmitteln, die tägliche Umweltbelastung, der alltägliche Stress, (...) kann das Reinigungssystem unseres Körpers an seine Grenzen kommen.
  • Oft heißt es, der Körper sende Signale, wenn das Entgiftungssystem überlastet ist, etwa Müdigkeit oder Hautunreinheiten. Solche Beschwerden haben aber meist andere Ursachen und sollten bei Bedarf ärztlich abgeklärt werden.
  • Wir können den Körper auf natürliche und nachhaltige Weise bei der Entgiftung unterstützen. 10 Möglichkeiten, wie das geht, hast du jetzt kennengelernt.
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