Nebenwirkungen von Cortison bei kurzzeitiger Behandlung (2026)

Nebenwirkungen von Cortison bei kurzzeitiger Behandlung (2026) - Zell Harmonie®
Letzte Aktualisierung: 27.10.2026
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Marvin Schmitt
Ernährungsberater und Zellexperte
Fachlich geprüft von Robin Schmitt (MSc) am 11.06.2025
Lesezeit: 7 Min ~1418 Wörter Quellen: 15

Studien zeigen, dass selbst bei kurzzeitiger Behandlung mit Cortison eine Vielzahl von Nebenwirkungen auftreten können. Darunter Bluthochdruck, Gewichtszunahme, Sepsis, Hautausschläge, Immunschwäche und einige mehr 1.

In diesem Artikel erfährst du, welche Nebenwirkungen bei kurzzeitiger Behandlung auftreten können und wie lange sie anhalten.

1. Umfrage: Erfahrungen unserer Leser mit Cortison bei Kurzzeittherapie

Wir wollten wissen, welche Nebenwirkungen unsere Leserinnen und Leser bei einer kurzzeitigen Cortison-Behandlung (<30 Tage) erlebt haben. Ausgewertet sind die Antworten von 228 Personen (Stand: September 2025). Die Umfrage ist nicht repräsentativ, da nur Leserinnen und Leser teilnehmen, die sich selbst dafür entscheiden.

Nebenwirkung / Erfahrung Anzahl Stimmen Anteil (%)
Stimmungsstörungen entwickelt 69 30 %
Schlafstörungen entwickelt 62 27 %
Blutdruck ist gestiegen 24 11 %
Gewicht zugenommen 21 9 %
Blutzucker (Hyperglykämie) ist gestiegen 16 7 %
Keine spürbaren Nebenwirkungen bemerkt 16 7 %
Hautausschläge oder Akne entwickelt 10 4 %
Immunschwäche entwickelt 7 3 %
Keine Erfahrung mit Cortison 3 1 %

1.1. Interpretation

Besonders häufig traten Stimmungsstörungen (30 %) und Schlafstörungen (27 %) auf. Damit liegen psychische und nervenbezogene Nebenwirkungen klar an der Spitze. Körperliche Effekte wie erhöhter Blutdruck (11 %), Gewichtszunahme (9 %) oder ein erhöhter Blutzucker (7 %) wurden ebenfalls mehrfach genannt. Nur ein kleiner Teil der Befragten (7 %) berichtete von keinerlei spürbaren Nebenwirkungen.

👉 Die Umfrage läuft aktuell noch, sodass sich die Ergebnisse im Laufe der Zeit weiter verändern können. Wir werden diesen Artikel regelmäßig mit den neuesten Zahlen aktualisieren.

1.2. An der Umfrage teilnehmen

Hinweis: Sollten die erhobenen Daten aus dieser Umfrage zitiert oder verwendet werden, bitte mit Verweis auf diesen Blog: https://zell-harmonie.com/blogs/magazin/nebenwirkungen-von-cortison-bei-kurzzeitiger-behandlung.

2. Was ist Cortison?

Ein Arzt hält ein Schild mit der Aufschrift Cortison in der Hand.

Umgangssprachlich steht „Cortison“ für Medikamente aus der Gruppe der Glukokortikoide, etwa Prednisolon. Sie ähneln dem körpereigenen Stresshormon Cortisol, einem Gegenspieler von Insulin. Cortisol wird in den Nebennieren produziert und hat viele wichtige Aufgaben im Körper.

Es fördert zum Beispiel den Abbau der körpereigenen Eiweiß- und Fettspeicher oder erhöht die Schlagkraft des Herzmuskels und den Blutdruck 1.

Cortison ist ein Medikament, das zur Behandlung vieler schwerwiegender Erkrankungen eingesetzt wird, darunter Hautprobleme, Allergien, Arthritis, Autoimmunerkrankungen, Atembeschwerden, Schuppenflechte, Darmkrankheiten und mehr.

Jedoch kann Cortison einige Nebenwirkungen mit sich bringen, selbst bei kurzzeitiger Behandlung.

Als Medikament ist Cortison ein künstlich hergestelltes Glukokortikoid; der Körper bildet in den Nebennieren das verwandte Hormon Cortisol. Cortison wird bei vielen Krankheiten verschrieben, jedoch kann es einige Nebenwirkungen mit sich bringen.

3. Nebenwirkungen von Cortison bei kurzzeitiger Behandlung

Eine Frau die sich skeptisch die Nebenwirkungen von Cortison bei kurzzeitiger Behandlung anschaut.

Laut einer Studie aus den USA mit rund 1,5 Millionen Versicherten im Alter von 18 bis 64 Jahren, von denen etwa 327.000 kurzzeitig Cortison erhielten, besteht ein erhöhtes Risiko bei kurzzeitiger Behandlung (<30 Tage) mit oralem Cortison.

Bekannte Nebenwirkungen sind Sepsis, Thromboembolien, Frakturen, Hyperglykämie, erhöhter Blutdruck, Immunschwäche, Stimmungs- und Schlafstörungen. Weitere Nebenwirkungen sind ebenso möglich 2. Studien haben gezeigt, dass in den ersten 5 bis 30 Tagen einer kurzfristigen Cortison-Anwendung unter anderem folgende Nebenwirkungen auftreten können 3:

  • Gewichtszunahme entsteht durch eine Senkung des Energieverbrauchs des Körpers sowie durch einen erhöhten Appetit 4.
  • Bluthochdruck kann auf Dauer die Gefäße schädigen und trägt so zur Entstehung von Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall bei 5.
  • Immunschwäche äußert sich in einer erniedrigten Widerstandskraft gegen Infekte und als Folge in einer erhöhten Krankheitsanfälligkeit 6.
  • Hyperglykämie ist eine Überzuckerung. Unter Cortison kann der Blutzucker steigen, weil die Leber mehr Zucker bildet und Insulin schlechter wirkt 7.
  • Stimmungsstörungen sind emotionale Störungen, bei denen sich über längere Zeiträume übermäßige Traurigkeit und/oder eine stark gehobene Stimmung zeigt 8.

  • Schlafstörungen äußern sich in schlechtem Schlaf und/oder in dem Gefühl, tagsüber vermehrt müde zu sein 9.
  • Hautausschläge wie Akne (sogenannte Steroidakne) können unter Cortison entstehen; eine rosazeaähnliche Hautentzündung tritt vor allem nach längerer Anwendung von Cortisoncremes im Gesicht auf 10.
  • Pankreatitis ist eine plötzliche Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Starke Bauchschmerzen sind dabei das Hauptsymptom 11.

In seltenen Fällen können jedoch, auch bei einer kurzzeitigen Behandlung, klinisch schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten, darunter 2:

  • Sepsis, auch Blutvergiftung oder Blutstrominfektion genannt. An den Tagen 5 bis 30 nach Behandlungsbeginn war die Sepsisrate etwa fünfmal so hoch wie bei denselben Personen vor der Behandlung; das absolute Risiko blieb gering.
  • Thromboembolien umfassen tiefe Venenthrombosen und Lungenembolien. An den Tagen 5 bis 30 nach Behandlungsbeginn war ihre Rate etwa dreimal so hoch wie bei denselben Personen vor der Behandlung.
  • Frakturen sind Knochenbrüche. An den Tagen 5 bis 30 nach Behandlungsbeginn war ihre Rate knapp doppelt so hoch wie bei denselben Personen vor der Behandlung.

Bei der oben genannten Aufzählung handelt es sich um keine vollständige Liste der potenziellen Nebenwirkungen von Cortison; weitere Nebenwirkungen können auftreten.

Wenn du den Verdacht hast, auch Nebenwirkungen von Cortison zu haben, konsultiere bitte deinen behandelnden Arzt.

Cortison kann bei kurzzeitiger Behandlung zu leichten bis schwerwiegenden Nebenwirkungen führen. Bitte zögere nicht, bei potenziellen Nebenwirkungen deinen Arzt zu konsultieren.

4. Cortison Nebenwirkungen nach dem Absetzen

Ein Arzt, der die Nebenwirkungen von Cortison nach dem Absetzen erklärt.

Ohne Medikamente regelt der Körper auf natürliche Weise seinen Cortisolspiegel, der einem Tagesrhythmus folgt (morgens hoch, abends niedrig).

Bei der Einnahme von Cortison reduziert der Körper die eigene Produktion von Cortisol, besonders bei einem längeren Behandlungszeitraum. Wenn anschließend die Einnahme schlagartig beendet wird, kann der Körper nicht ausreichend Cortisol produzieren, um das fehlende Medikament auszugleichen.

Es kann einige Tage, nach langer Behandlung auch viele Monate dauern, bis sich die körpereigene Cortisolproduktion wieder normalisiert. Bei einem Cortisonmangel können folgende Symptome auftreten 12:

  • Gliederschmerzen
  • Stimmungsschwankungen
  • Schwäche
  • Müdigkeit
  • Schwindel oder Benommenheit
  • Gelenkschmerzen
  • Appetitverlust
  • Brechreiz
Nach dem Absetzen von Cortison muss der Körper sich erst langsam wieder daran gewöhnen, Cortison zu produzieren. Dadurch können nach dem Absetzen Symptome eines Cortisonmangels auftreten, gerade nach langer Behandlung.

5. Wie lange dauern die Nebenwirkungen von Cortison

Ein Mensch der eine Uhr in die Hand hält und anzeigt, wie lange die Nebenwirkungen von Cortison dauert.

Die Dauer sowie die Art der Nebenwirkungen von Cortison nach dem Absetzen steht in starkem Zusammenhang mit der Einnahmedauer sowie mit der Höhe der regulären Dosis.

Bei einer langfristigen Einnahme kann es hilfreich sein, Cortison Schritt für Schritt zu reduzieren. Wir empfehlen, eine Entwöhnung mit dem behandelnden Arzt abzustimmen.

Bei kurzzeitiger Behandlung (<30 Tagen) geht man davon aus, dass schwerwiegende Nebenwirkungen nach dem Absetzen eher selten sind. Ebenso sollten leichte Nebenwirkungen nach einigen Tagen verschwinden 2.

Die Nebenwirkungen von Cortison sind abhängig von der täglichen Dosierung sowie der Einnahmezeit. Frage deinen behandelnden Arzt, ob eine Entwöhnung bei dir notwendig ist.

6. Häufige Fragen zu Cortison-Nebenwirkungen

Nimmt man bei 5 Tagen Cortison zu?

Auch bei einer kurzen Behandlung kann das Gewicht steigen. Ursache können mehr Appetit und Wassereinlagerungen sein, denn unter Cortison scheidet der Körper weniger Wasser und Kochsalz aus. Eine solche Zunahme ist meist vorübergehend und geht zurück, wenn die Dosis sinkt 13, 14. Weniger Salz hilft, Wassereinlagerungen zu begrenzen.

Welche Nebenwirkungen hat Cortison intravenös?

Intravenös wird Cortison vor allem in schweren Fällen als höher dosierte Stoßtherapie gegeben 14. Typische Nebeneffekte einer Stoßtherapie sind ein Anstieg von Blutzucker und Blutdruck, innere Unruhe, Schlafstörungen und Stimmungsveränderungen. Sie lassen meist rasch nach, wenn die Dosis reduziert wird 15.

Macht Cortison müde und schlapp?

Während der Einnahme macht Cortison eher wach und unruhig. Schlafstörungen gehören zu den häufigsten Nebenwirkungen, und wer nachts schlecht schläft, ist tagsüber müde. Deshalb wird Cortison meist morgens eingenommen 13. Müdigkeit und Schwäche können außerdem nach dem Absetzen auftreten, wenn der Körper noch zu wenig eigenes Cortisol bildet 12.

Kann Cortison Schwindel und Benommenheit auslösen?

Ja. Bei kurzer Einnahme ist laut Deutscher Rheuma-Liga vor allem mit Schwindel, Nervosität, Kopfschmerzen und einer gehobenen Stimmung zu rechnen 14. Schwindel und Benommenheit können außerdem nach dem Absetzen auftreten 12. Halten die Beschwerden an, sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Welche Nebenwirkungen hat Cortison auf der Haut?

Typisch ist Akne (Steroidakne), die sich meist nach einigen Wochen mit mittleren oder hohen Dosen zeigt. Bei längerer Anwendung kann die Haut zudem dünner werden, es können Dehnungsstreifen und Hautblutungen entstehen 10, 14.

7. Fazit

Cortisol ist ein Hormon, das der Körper selbst in den Nebennieren bildet; Cortison-Medikamente ahmen seine Wirkung nach.

Cortison (künstliches Hormon) wird oftmals für die Behandlung von schwerwiegenden Krankheiten wie Allergien, Arthritis, Lupus, Atembeschwerden, Psoriasis, Darmkrankheiten und anderen genutzt. Cortison kann bei kurzzeitiger Behandlung Nebenwirkungen verursachen.

Diese können von einer Gewichtszunahme oder Immunschwäche bis hin zu einer Sepsis (Blutinfektion) führen. Wenn du bei dir Nebenwirkungen von Cortison vermutest, zögere nicht, deinen behandelnden Arzt zu konsultieren.

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