In den Wechseljahren entstehen starke Veränderungen im Hormonhaushalt. Durch diese Veränderung können Wechseljahres-Beschwerden wie Hitzewallungen, Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen oder Gehirnnebel auftreten
Aber keine Sorge, es gibt verschiedene Wege, die Beschwerden zu lindern – von Ernährung und Bewegung bis zur ärztlichen Behandlung.
In dem folgenden Artikel erfährst Du, warum die Wechseljahre auftreten, wie sich Deine Hormone in dieser Zeit verändern und mit welchen Maßnahmen Du Deine Beschwerden lindern kannst.
1. Die Wechseljahre

Die Wechseljahre beschreiben einen Zeitraum, der sich über mehrere Jahre oder sogar Jahrzehnte ziehen kann.
Sie beginnen im Normalfall schon viele Jahre vor dem finalen Ausbleiben der Periode. Normalerweise beginnt die erste Phase im Alter zwischen 43 und 48 Jahren
- Bei der Geburt ca. 1 bis 2 Millionen Eizellen
- Bei der ersten Menstruation in der Pubertät 300.000 bis 400.000 Eizellen
- Während der Perimenopause weniger als 25.000 Eizellen (mit etwa 37 Jahren sind es noch rund 25.000)
- Während der Menopause weniger als 100 Eizellen
- In der Postmenopause 0 Eizellen
Sprich, die Wechseljahre kommen nicht über Nacht. Deshalb sinkt auch mit zunehmendem Alter die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft.
Während der Zeit der Wechseljahre geschieht eine signifikante hormonelle Umstellung im gesamten Körper, da die weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron in den Eierstöcken produziert werden.
Dadurch können die typischen Wechseljahres-Symptome auftreten wie Hitzewallungen, Nachtschweiß, vaginale Trockenheit, Angstzustände, Stimmungsschwankungen und ein verminderter SexualtriebDer gesamte Zeitraum der Wechseljahre wird in 3 verschiedene Phasen unterteilt und kann dementsprechend unterschiedliche Symptome mit sich bringen. Zu den verschiedenen Phasen der Wechseljahre kommen wir im nächsten Abschnitt.
Die Wechseljahre beschreiben einen laufenden Prozess, in dem die Anzahl der Eizellen langsam auf 0 sinkt. Dadurch entstehen im Körper hormonelle Schwankungen, die mit den typischen Wechseljahres-Symptomen einhergehen.
2. 3 Phasen der Wechseljahre

Perimenopause, Menopause und Postmenopause – das sind die drei wesentlichen Phasen der Wechseljahre.
Jede Phase unterscheidet sich hinsichtlich ihrer Hormonkonstellation. Alle 3 Phasen zusammen werden „Wechseljahre“ genannt und können im Schnitt 10 bis 20 Jahre dauern. Es ist schwer, die exakte Dauer festzulegen.
Es ist sinnvoll, die verschiedenen Phasen der Wechseljahre zu kennen und zu verstehen, was jeweils in ihnen passiert. Denn jede der Phasen ist mit anderen Wechseljahres-Symptomen verbunden.Perimenopause
Die Perimenopause beginnt mit Anfang bis Mitte 40. Somit beginnt diese Phase 4 – 10 Jahre vor der eigentlichen Menopause. In der Perimenopause werden die weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron nicht mehr regelmäßig von den Eierstöcken produziert.
Der monatliche Zyklus kann sich dadurch verkürzen, einige Monate ausbleiben oder die Blutung kann sich verstärken. Allgemein handelt es sich um eine sehr unberechenbare Phase. Besonders die weiblichen Hormone Östrogen, Progesteron, das follikelstimulierende Hormon (FSH) und das luteinisierende Hormon (LH) können sehr stark schwanken
Menopause
Die Menopause ist der Zeitpunkt der letzten Periode. Er steht erst rückblickend fest, wenn danach 12 Monate lang keine Blutung mehr aufgetreten ist.
Rückwirkend gesehen dauert die Menopause also nur einen Tag und markiert den Übergang von der Perimenopause in die darauffolgende Postmenopause. Das durchschnittliche Alter für die Menopause beträgt 51 Jahre
Postmenopause
Die Postmenopause beginnt, nachdem 12 Monate keine Periode mehr aufgetreten ist und hält für den Rest des Lebens an.
Jedoch ist in der Postmenopause die Prävention sehr wichtig, denn zuvor schütze vor allem das Östrogen vor verschiedenen Erkrankungen. Jetzt ist das Risiko für Herzerkrankungen, Osteoporose, Alzheimer, Diabetes, hohe Cholesterinwerte und verschiedenen Krebsarten erhöht
Insgesamt gibt es 3 Phasen in den Wechseljahren. Perimenopause, Menopause und Postmenopause – in dieser Zeit entstehen starke hormonelle Schwankungen im Körper der Frau.
3. Hormonschwankungen

Mit dem Beginn der Pubertät fangen die Eierstöcke an, die beiden Sexualhormone Östrogen und Progesteron freizusetzen und der monatliche Zyklus startet. Monatlich folgt der Zyklus einem Muster.
Nicht immer gleich, aber ähnlich. Zumindest zwischen dem 13. und dem 51. Lebensjahr. Denn mit 13 bekommen die meisten Frauen im Schnitt zum ersten Mal ihre Periode. Mit etwa 51 im Durchschnitt zum letzten Mal.
Nach ungefähr 30 Jahren mehr oder weniger regelmäßiger monatlicher Zyklen, geht der mit der Geburt mitgegebene Eizellen-Vorrat langsam aber merklich zur Neige.Der Körper bereitet sich darauf vor, keine Babys mehr zu produzieren. Dies führt zu ersten – mehr oder weniger spürbaren – Symptomen und lässt auch den Zyklus unregelmäßiger werden.
Später können stärkere prämenstruelle Symptome (kurz PMS) auftreten, wie Migräne, Brustspannen und Krämpfe, dazu stärkere Stimmungsschwankungen und erhöhte Reizbarkeit, Energielosigkeit, bis hin zu Konzentrationsproblemen und Erinnerungslücken.
Starke hormonelle Schwankungen entstehen durch den Beginn der Fruchtbarkeit einer Frau (Pubertät) sowie zum Ende der Fruchtbarkeit (Wechseljahre).
4. Symptome

Die Symptome der Wechseljahre haben einen großen Einfluss auf dein Leben. Du bist aber nicht allein damit. Jede Frau da draußen geht früher oder später durch diese Phase.
Die Symptome und Erfahrungen sind für jede Frau anders. Das Einzige, was bei allen Frauen gleich ist, dass irgendwann die Monatsblutung aufhört. Und das Wichtigste vorab: Alle Symptome der Wechseljahre können gemanagt werden.
Hinzu kommt, dass es von Frau zu Frau ganz unterschiedlich ist. Zu den häufigsten Symptomen der Wechseljahre gehören
- Unregelmäßige Periode, stärkere Menstruation, kürzerer Zyklus
- Unerklärliche Gewichtszunahme
- Hautirritation
- Stimmungsschwankungen
- Müdigkeit, Energielosigkeit
- Hitzewallungen
- Schlafstörungen
- Stärkere PMS Symptome
- Gehirnnebel
- Sexuelle Unlust
- Scheidentrockenheit
Ja, das war jetzt eine ziemlich lange Liste. Während der Wechseljahre ist eben ganz schön was los in unserem Körper.
Aber keine Angst, nicht alle dieser Symptome müssen auftreten, und nicht alle Symptome der Wechseljahre kommen in einer solchen Stärke, dass sie dich negativ beeinflussen.
Und glücklicherweise kannst du mit einfachen Mitteln wie mit einer Änderung deiner Ernährung oder deines Lebensstils eine ganze Menge gegen jedes einzelne der Symptome tun.
In den Wechseljahren können durch die hormonellen Veränderungen viele verschiedene Symptome auftreten. Jedoch heißt es nicht, dass diese Symptome eintreten müssen.
5. Lösungen für Symptome

1. Naturheilkunde
Viele Frauen fragen sich, ob Nahrungsergänzungsmittel zum Ausgleich des Hormonhaushalts beitragen können. Belegt ist das bislang nicht.
Zu den häufig genannten Mitteln gegen Wechseljahresbeschwerden gehören pflanzliche Präparate, etwa mit Astragalus, Maca, Ginseng oder Ashwagandha. Die S3-Leitlinie bewertet nur bestimmte Wirkstoffe und Präparate gesondert; ihre Aussagen lassen sich nicht auf beliebige Pflanzenmischungen übertragen. Lass dich vor der Einnahme frauenärztlich beraten, besonders wenn du Medikamente nimmst.
Für diese Pflanzen ist klinisch nicht ausreichend belegt, dass sie Wechseljahres-Symptome wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Gehirnnebel, Energielosigkeit und PMS Symptome lindern.
Unser Nahrungsergänzungsmittel Zell Harmonie enthält Pflanzenextrakte, Vitamine und Mineralstoffe. Es ist kein Mittel gegen Wechseljahresbeschwerden und ersetzt keine ärztliche Behandlung.
2. Lebensgewohnheiten

Der Lebensstil hat einen großen Einfluss auf den Verlauf der Wechseljahre.
Eine ausgewogene Ernährung, ausreichende Flüssigkeit, regelmäßiger Sport und weitere Gewohnheiten können helfen, die Symptome der Wechseljahre zu lindern. Davon abgesehen sind sie generell gut für die allgemeine Gesundheit.
3. Hormontherapie

Bei der menopausalen Hormontherapie werden Östrogene eingesetzt, meist kombiniert mit einem Gestagen. Laut der S3-Leitlinie „Peri- und Postmenopause“ ist sie die wirksamste Behandlung von Hitzewallungen und kann auch Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen lindern (AWMF 015-062).
Jedoch hat die Behandlung auch Risiken, die du individuell abwägen solltest. Mögliche Nebenwirkungen sind etwa Brustspannen, Zwischenblutungen oder Kopfschmerzen. Je nach Präparat, Dosis und Dauer können außerdem die Risiken für Thrombosen, Schlaganfall oder Brustkrebs steigen.
Ärztlich verordnete Hormonpräparate übernimmt in der Regel die gesetzliche Krankenkasse; es fällt nur die übliche Zuzahlung an.
Welche Lösung für Dich die richtige ist, besprichst du am besten mit deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt.Damit Du gut durch die Wechseljahre kommst, helfen eine Anpassung der Lebensgewohnheiten und bei stärkeren Beschwerden eine ärztliche Behandlung, etwa eine Hormontherapie.
6. Fazit
Die Wechseljahre bestehen aus 3 primären Phasen – Perimenopause, Menopause und Postmenopause.
In jeder dieser Phasen verändert sich dein Hormonspiegel und der Körper muss damit klarkommen.
Ebenso kannst du glücklicherweise mit einfachen Mitteln wie Änderungen deiner Ernährung oder deines Lebensstils eine ganze Menge gegen die Symptome tun. Wenn du in den Wechseljahren bist, dann ist jetzt die Zeit für mehr Selbstfürsorge!
Du hast es in der Hand, wie du durch die Wechseljahre gehst und wie du deinen Körper gesund und fit ins Alter bringst.
